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Lernen lernen: Warum Du am Lernerfolg scheiterst

By September 14, 2020Mai 26th, 2021Keine Kommentare
Lernen lernen

Ganz egal in welchem Lebensabschnitt Du Dich momentan befindest, ob Du zur Schule gehst, Student oder Studentin bist, gerade Deine Ausbildung startest oder Dich laufend weiterbildest: Lernen ist ein allgegenwÀrtiger Prozess, der auch Dich Dein ganzes Leben lang begleitet.

Nahezu alles, was Du zum jetzigen Zeitpunkt weißt, hast Du auf die eine oder andere Art einmal gelernt. Diese Lernprozesse beschrĂ€nken sich auf keinen Fall auf das, was Du in der Schule lernen musstest, sondern sie gehen viel weiter und eröffnen Dir die verschiedensten TĂŒren und Möglichkeiten.

Zu Lernen heißt also nicht nur in vorgegebenen Settings, in einem bestimmten Abschnitt Deines Lebens, Dir vorgesetzte Inhalte aufzunehmen, sondern es heißt, das ganze Leben lang neugierig zu sein und immer wieder Neues dazuzulernen.

„Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Denk an das letzte Szenario, in dem Du Dich bewusst entschieden hast, etwas zu (er)lernen.

Ist es Dir leicht gefallen? Musstest Du Dich ĂŒberwinden? Hast Du wĂ€hrend dem Lernen den Antrieb verloren? Hast Du erreicht was Du Dir gewĂŒnscht hast?

Ob Du ein positives Lernerlebnis, wie effektives Lernen und das Erreichen Deiner Ziele, oder ein negatives Lernerlebnis, wie das nicht erreichen Deiner Ziele, erlebst, hÀngt von verschiedenen Faktoren ab. Diese Faktoren wirken schon auf Deinen Erfolg oder potentiellen Misserfolg ein, noch bevor Du mit dem Lernen beginnst.

Es ist also ausschlaggebend, ob Du unterstĂŒtzt durch die richtigen Voraussetzungen, einen neuen Lernprozess anpackst.

Folgende 5 Punkte sind mitunter GrĂŒnde, dass Du am Lernerfolg scheiterst:

Du kennst nicht Deine MotivationsgrĂŒnde

Du weißt, was Du lernen möchtest und willst Dich gleich darauf stĂŒrzen? Bevor Du Dich mit der Materie, die Du erlernen möchtest, beschĂ€ftigst, fragÂŽ Dich doch einmal „Warum möchte ich besagte Inhalte lernen?“.

Einfach blind anzufangen, lÀsst Dich möglicherweise vergessen, warum Du Zeit und Energie investierst, wÀhrend Du Dich mit etwas auseinandersetzt.

Halte zu Beginn inne und werde Dir Deiner MotivationsgrĂŒnde bewusst, denn Motivation ist der wirksamste Antrieb zum Lernen und somit entscheidend fĂŒr Deinen Lernerfolg.

Das nĂ€here Auseinandersetzen mit Deiner Motivation hilft Dir, diese nicht aus den Augen zu verlieren, Tatendrang zu verspĂŒren und vielleicht noch weitere GrĂŒnde zu finden, Dich den Inhalten zu widmen. Am effektivsten sind hier genau formulierte BegrĂŒndungen, die detailliert beschreiben, was Dich antreibt und was Du Dir erhoffst.

Durch zu allgemeine Motivationen wie „Ich möchte meinen Horizont erweitern.“ oder „Ich möchte meinen Wissenstand ausbauen.“ lĂ€ufst Du Gefahr, schneller die Motivation zu verlieren.

Nimm Dir also bewusst Zeit fĂŒr diesen Schritt der Vorbereitung, denn Du wirst sehen, es zahlt sich aus!

Dir fehlt ein genau beschriebenes Ziel

Da Du Dir jetzt bewusst bist, warum Du etwas lernen möchtest, wird es fĂŒr Dich Zeit, Dich nĂ€her mit den Inhalten Deines Wunsches auseinanderzusetzen, Dich also zu fragen, was genau Du lernen willst. Nehmen wir zum Beispiel an, Du möchtest eine neue Sprache, zum Beispiel Spanisch, erlernen.

Du wirst an einem Punkt Deines Lebens mit der Sprache in BerĂŒhrung gekommen sein und sie wird Dein oberflĂ€chliches Interesse geweckt haben. Im ersten Schritt der Vorbereitung hast Du Dich damit auseinandergesetzt, warum Du Spanisch lernen möchtest. Vielleicht weil Du Dich eine Zeit lang in einem spanischsprachigen Gebiet aufhalten wirst oder weil Du beruflich mit Kunden oder Kollegen zu tun hast, die spanisch sprechen.

Jetzt solltest Du Dir Spanisch, also die Materie, genauer anzuschauen. Was beinhaltet diese Sprache? Wie ist sie aufgebaut? Was sind die Grundlagen? In welchen Schritten werde ich mir die Inhalte nÀher bringen?

Nur, wenn Du Dir bereits vor Beginn einen Überblick verschaffst, ist es Dir möglich sinnvoll Ziele zu setzen, welche Dich im Laufe des Lernprozesses auf zwei Wege motivieren:

Auf der einen Seite, lassen sie Dich nicht aus den Augen verlieren, was Du noch erreichen möchtest, also worauf Du hinarbeitest und auf der anderen Seite, siehst Du so auf einen Blick, was Du schon alles erreicht hast.

Ziele zeigen Dir also nicht nur ,wo Du hinwillst, sondern auch wie weit Du schon gekommen bist.

Erarbeite mit mir gemeinsam Dein SMARTes Ziel.

Versuche doch einmal bei Deiner nĂ€chsten Zielsetzung die S.M.A.R.T.-Methode zu berĂŒcksichtigen. Was diese Methode beinhaltet, fragst Du Dich?

S.M.A.R.T. ist eine Methode, die Dich daran erinnert, wie Ziele erfolgsbringend gesetzt werden und welche Eigenschaften sie besitzen sollten. Sie sollten

spezifisch,
messbar,
attraktive und achievable (zu deutsch: erreichbar),
realistisch und
terminiert,

also S.M.A.R.T. sein. Wenn Dein Ziel all, diese Vorraussetzungen erfĂŒllt, hast Du es ideal definiert und festgelegt.

Hilfreich ist es zusĂ€tzlich zu einem großen Ziel, mehrere kleine Teilziele zu setzen und so jeden Schritt bewusst zu meistern. Unscharf formulierte Ziele, die zu viel Spielraum zulassen, können Dich schnell frustrieren und Deine Motivation bremsen.

Ein klassisches Beispiel fĂŒr oft ungenau definierte Ziele, sind NeujahrsvorsĂ€tze. Wer hat sich nicht schon einmal fĂŒrs neue Jahr vorgenommen mehr Sport zu machen, gesĂŒnder zu essen, mehr zu lesen, etc.? Laut Statistiken verfolgen rund die HĂ€lfte aller Personen ihre NeujahrsvorsĂ€tze bereits nach zwei Monaten nicht mehr.

Woran könnte dieser Mangel an Erfolg liegen? Richtig! Unter anderem an zu ungenau formulierten Zielen!

Du möchtest im neuen Jahr mehr Sport machen? Sehr gut, doch welche Sportart? Wie oft in der Woche? Am Wochenende oder unter der Woche? Alleine oder mit Trainer oder Partner? Wo möchtest Du diesen Sport ausĂŒben? Auf welchem Niveau beginnst Du? Bis wohin möchtest Du Dich steigern?

Du siehst, all diese Fragen bilden jede Menge Raum fĂŒr spĂ€tere AusflĂŒchte und das VernachlĂ€ssigen Deines Zieles. Beim Lernen ist es nicht anders.

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“

Laotse

Dir fehlt die Planung

Besonders zu Beginn kann Lernen oft erdrĂŒckend wirken. Dich vor Deinem Lernstart mit der Materie zu befassen und Dir so einen Überblick zu verschaffen, verhilft Dir auch dazu, Struktur in Dein Vorhaben zu bringen und mit einem Plan an die Sache heranzutreten.

Ein strukturierter und gut durchdachter Plan verhindert sozusagen, dass Du den Wald vor lauter BĂ€umen nicht mehr siehst. Bei der Erstellung, solltest Du verschiedene Faktoren berĂŒcksichtigen, unter anderem:

1. Lernzeit/ Rhythmus

Jeder Mensch durchlĂ€uft am Tag Hochs und Tiefs. Finde heraus, WANN Dein Energielevel am höchsten ist und plane Deinen Lernrhythmus danach. Weiters solltest Du berĂŒcksichtigen, dass mehrere Lernsequenzen, unterbrochen von Pausen, gewinnbringender sind und Deine Konzentration langfristig aufrecht halten.

Du solltest Deine Ziele und Deine zeitliche Planung also aufeinander abstimmen, denn nachhaltig Informationen aufzunehmen braucht seine Zeit. NatĂŒrlich solltest Du auch Ă€ußere Faktoren wie Familie, Freunde und Freizeit in Deine Planung miteinbeziehen.

Besonders bei lÀngerfristigen Zielen, ist es entscheidend eine gesunde Balance zwischen Lernprozessen und FreizeitaktivitÀten zu finden.

2. Lernstrategie

Auch Deine Lernstrategie hĂ€ngt fest mit der Erstellung Deines Planes zusammen. Je nachdem WIE Du lernst, musst Du auch ausreichend Zeit fĂŒr Deine Erfolge einplanen.

Es gibt verschiedene Methoden, die Dir helfen können, besonders produktiv Information aufzunehmen und verhindern, dass Du unnötig Zeit und Energie verlierst – die Rede ist von sogenannten Mnemotechiken.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Dir Merktechniken beim Lernen einen deutlichen Vorsprung gegenĂŒber herkömmlichen Lernmethoden verschaffen! Auf die meisten Menschen wirkt das gerade zu magisch, weil man sich mit Mnemotechniken prinzipiell alles ohne großen Aufwand merken kann.

Die ErklĂ€rung dafĂŒr ist ganz einfach: Sinnlose Informationen vergessen wir schnell wieder, weil wir sie in unserem GedĂ€chtnis nirgends einordnen können. Sinnvolle Informationen können wir dagegen mit anderen Informationen in unserem GedĂ€chtnis verknĂŒpfen und deswegen viel besser behalten.

GedÀchtnistechniken machen sich genau dieses PhÀnomen zu Nutze und arbeiten mit folgendem Prinzip:
Sinnlose Lerninhalte werden durch einfache Techniken der Imagination (Fantasie, Einbildungskraft, bildhaftes Denken) und Assoziation (VerknĂŒpfung von Vorstellungen) sinnvoll und somit verstĂ€ndlich gemacht, sodass sie viel leichter in unserem GedĂ€chtnis bleiben.

Dich beherrscht das Chaos

Ob es uns gefĂ€llt oder nicht: ein gewisses Maß an Ordnung ist Voraussetzung fĂŒr den Erfolg beim Lernen. Ganz gleich, ob Du generell eher zu Chaos neigst oder nicht – jeder hat hier und da Tage, an denen er oder sie gefĂŒhlt an 100 Dinge gleichzeitig denken muss und verliert dadurch den Überblick.

Beim Lernen ist es ganz genauso: sobald Du an mehrere Ding gleichzeitig denkst, sei es innerhalb der Lernmaterie oder nicht (Familie, Freunde, arbeitstechnisch etc.), kannst Du Dir mit Ordnung einen entscheidenen Vorteil verschaffen. Du hast zum Beispiel bestimmt auch schon einmal unnötig Zeit verschwendet, um etwas zu suchen, das Du bei optimaler Ordnung in wenigen Augenblicken bei der Hand gehabt hÀttest.

Ich vermute, dass Du Dich, je lĂ€nger Du suchen musstest, immer mehr geĂ€rgert und durch die zeitliche Verzögerung vielleicht sogar Stress oder Druck erfahren hast. Solche Situationen lassen sich durch Ordnung ganz leicht vermeiden und sorgen fĂŒr eine entspannte Lernsituation.

Ein jedes Ding an seinem Ort, erspart viel Zeit und böses Wort.“

deutsches Sprichwort

Zuerst solltest Du dafĂŒr sorgen, dass Dein Arbeitsumfeld, zum Beispiel Dein Schreibtisch, geordnet und ĂŒbersichtlich ist. Hier ist keinesfalls ausschließlich pingelige Leere gemeint, denn Ordnung ist am effektivsten, wenn Deine persönlichen Vorstellungen berĂŒcksichtigt werden.

Falls Du vor Lernbeginn vor einem chaotischen Schreibtisch stehst, gehe folgendermaßen vor:
Leere Deinen Schreibtisch komplett und sortiere beim AbrÀumen bereits grob vor: wegwerfen, erledigen, delegieren, ablegen, Hilfsmittel beschaffen usw.

Schaffe Dir auf dem Schreibtisch Themeninseln: Telefon-Stift-Block, Hefter-Locher-Brieföffner usw.

Maximal drei laufende Projekte sollten sich auf Deinem Tisch befinden – alles andere verstaue griffbereit und vermeide so unnötige Papierstapel. Plane, wenn Du möchtest, zusĂ€tzlich einen kleinen Raum fĂŒr persönliche Dinge ein.

Wenn Du lĂ€nger als fĂŒnf Minuten brauchst, um etwas aus Deinen Unterlagen herauszusuchen, weißt Du, dass es Zeit ist, wieder Ordnung in die Zettelwirtschaft zu bringen.

Auch von veraltete Post-Its solltest Du Dir nicht Deinen Überblick nehmen lassen. ÜberprĂŒfe also regelmĂ€ĂŸig, ob alle auf Deinem Schreibtisch vorhandene Klebezettel noch relevant fĂŒr aktuelle ArbeitsvorgĂ€nge sind.

Vergiss nicht: weniger ist mehr, auch bei Deinen Unterlagen. Materialien die Du nicht mehr benötigst, sollten sich nicht in Deinem Blickfeld befinden und Unterlagen, die Du momentan nicht brauchst aber zu einem spĂ€teren Zeitpunkt wieder relevant sein werden, sollten gut verstaut, geordnet außerhalb Deines Sichtfeldes sein.

Zu guter Letzt solltest Du auch in Deinem Kopf fĂŒr Ordnung sorgen. Hiermit ist ein ruhiger, fokussierter Blick auf die vor Dir liegenden Lerninhalte gemeint. Dieser Fokus kann von einem nicht idealen Umfeld, Emotionen oder anderen Ablenkungen gestört werden.

Du nimmst nicht alle Sinne zur Hilfe

AbhÀngig von den Dingen, die Du lernen möchtest, kannst Du verschiedene Sinne in Deinen Lernprozess einbeziehen. Wenn Du Dir vorstellst, etwas zu lernen, hast Du vielleicht das klassische Bild im Kopf:

Du, sitzend, lesend, mit einem Buch oder auf einem digitalen Medium. Besonders ĂŒber lĂ€ngere Lernphasen kann sich diese Situation eintönig anfĂŒhlen und Du wirst das BedĂŒrfnis nach einem Situationswechsel verspĂŒren.

Versuche doch immer wieder Phase einzubauen, in denen Du zur Infomationsaufnahme einen anderen Deiner Sinne verwendest. Einige BĂŒcher gibts es zum Beispiel zusĂ€tzlich als Hörbuch und auch Dokumentationen zu verschiedenen Themen können zusĂ€tzlich zu Deiner LektĂŒre Dein Wissen vertiefen.

Wenn Du diese Tipps vor dem nĂ€chsten Lernen umsetzt, garantiere ich Dir, dass der Erfolg fast wie von selbst kommen wird! 😉

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