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Die Macht der Gewohnheiten

By September 19, 2020Oktober 25th, 2021Keine Kommentare
Gewohnheiten

Wie jeden Morgen lĂ€utet der Wecker, ich drĂŒcke auf die Snooze-Taste. 1x, 2x, 3x. Mit Schrecken fahre ich hoch, war ich doch nochmal kurz eingeschlafen. Jetzt heißt es wieder schnell unter die Dusche springen. WĂ€hrend ich mich fertig mache, nehme noch hastig ein paar Schluck Kaffee und schon eile ich los zur Arbeit. Wie jeden Tag…

Wie jeden Tag starte ich gleich meinen PC und lese, was es in meinem E-Mail-Postfach Neues gibt. Vielleicht könnte der Chef was Wichtiges wollen. Puhhh…. 47 neue Nachrichten. Wie jeden Tag…

Pflichtbewusst starte ich mit den wichtigsten Antworten. Wie jeden Tag…

Als kleine Motivation gönne ich mir endlich einen richtigen Morgen-Kaffee und ein kleines PlĂ€uschen mit Kollegen. Wie jeden Tag…

Und wie jeden Tag lasse ich mich am Abend nach getaner Arbeit mĂŒde auf die Couch fallen, wĂ€hrend ich durch das Abendprogramm zappe…

Kennst Du auch das ein oder andere Szenario?

So sah frĂŒher mein Tagesablauf aus, bis ich mich mal eintrĂ€glich mit meinen Gewohnheiten befasst habe. Überhaupt mit meinen hinderlichen. Nur was sind jetzt Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind angelernte Verhaltensweisen, die wir regelmĂ€ĂŸig im selben Kontext ausĂŒben, ohne lĂ€nger nachzudenken oder zu reflektieren. Ob Du es bemerkst oder nicht – Gewohnheiten bestimmen und lenken Dein Leben. Manche erleichtern Deinen Alltag, indem sie Dir zum Beispiel Sicherheit geben, doch andere können Dich hemmen und Deinen Horizont beschrĂ€nken.

„Man bleibt jung, solange man noch lernen,
neue Gewohnheiten annehmen und
Widerspruch ertragen kann.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Was macht eine Gewohnheit zur Gewohnheit?

Gewohnheiten sind antrainierte RoutinetÀtigkeiten, die Dein Gehirn entlasten und somit Energie einsparen. Wusstest Du, dass, wenn Dein Gehirn voll in Aktion ist, verbraucht es 20 Prozent des Energievorrates, obwohl es nur 2 Prozent des Körpergewichts ausmacht? Unser kleiner Schlaumeier ist ein richtiger Energiefresser!

Um Dir ein bestimmtes Verhalten dauerhaft anzutrainieren, reicht es nicht, dieses ein- oder zweimalig auszuĂŒben, sondern erst nach mehreren, regelmĂ€ĂŸigen Wiederholungen hat sich dieses Muster in Deinem Gehirn verankert. Du kannst Dir dies vorstellen, wie wenn Du einen neuen Weg gehst. Je öfter Du diesen gehst, umso mehr tritt sich die Spur aus.

Eine Gewohnheit kann etwas Positives sein, dass Dir Sicherheit im Alltag gibt und alltÀgliche AblÀufe vereinfacht. Durch Routine hat Dein Gehirn nach fordernden, neuen Aufgaben die Möglichkeit, sich wieder zu erholen und zu KrÀften zu kommen.

Doch dieser Automatismus hat auch seine negativen Seiten: zwar kannst Du alltĂ€gliche AblĂ€ufe schneller meistern, jedoch hinterfragst Du nicht mehr den Grund fĂŒr diese schnellere Umsetzung.

Gewohnheiten reflektieren wir kaum, weder vor dem AusfĂŒhren, noch wĂ€hrenddessen oder danach. Es ist natĂŒrlich nicht notwendig, ĂŒber jeder Kleinigkeit zu grĂŒbeln, doch in manchen Situationen ist es mehr als vorteilhaft, bewusster an etwas heranzutreten.

Vielleicht hast Du Dir schon die ein oder andere „Erfolgs“-Gewohnheit antrainiert? Doch selbst in diesem Fall kann es Dir einen Vorteil verschaffen, hier und da ĂŒber die momentane EffektivitĂ€t nachzudenken und eventuell zu adaptieren.

Wenn Du Deinen Gewohnheiten ausnahmslos, blind treu bleibst, wirst Du einiges verpassen! 😉

Schattenseiten von Gewohnheiten

Denke mal an den Wecker, den Du morgentlich weiterdrĂŒckst. Bei dieser stark verankerten Gewohnheit, wird es schwer fĂŒr Dich, pĂŒnktlich aufzustehen und vielleicht noch eine morgendliche Runde laufen zu gehen. Wenn Gewohnheiten nicht mit Deinen Zielen ĂŒbereinstimmen, lĂ€ufst Du Gefahr, durch Deine Muster gehemmt zu werden. Diese Verhaltensmuster hast Du Dir ĂŒber Jahre hin, meist unwissentlich antrainiert, also ist es nicht verwunderlich, wenn es Dir schwer fĂ€llt gegen sie zu handeln. So wird die leichteste Bettdecke zum schweren Koloss.

Oder Du kennst es bestimmt: Du bist es gewöhnt, eine berufliche Aufgabe auf eine bestimmte Art zu lösen oder eine Herausforderung immer auf die gleiche Art anzugehen. Warum auch nicht, denkst Du, denn diese Art der Herangehensweise hat sich in der Vergangenheit wahrscheinlich schon bei Dir bewÀhrt.

Was Du bei dieser Ansicht aber außer Acht lĂ€sst, ist die Tatsache, dass es nicht immer nur einen richtigen und einen falschen Weg gibt, an Dinge heranzutreten. Möglicherweise hat Dein/e KollegIn, die/der eine Ă€hnliche Aufgabe ganz anders angeht, eine Variante gefunden, die zeitsparender ist oder ihr/ihm weniger Kraft kostet. Wie Du weißt, auch ich habe einen sehr großen Koffer an Techniken, die Dir den Arbeitsalltag erleichtern können 😉

Deine Gewohnheiten könnten Dich hier hindern, ĂŒber den Tellerrand hinauszuschauen und so Deine FĂ€higkeiten und Dein Wohlbefinden zu optimieren. Nicht nur in solchen Situationen wirst Du mit Dingen konfrontiert, die mit Deinen antrainierten Verhaltensmustern kollidieren können.

Gewohnheiten können nicht nur mit dem Erreichen eines Ziels zusammenstoßen, sondern auch mit dem Ziel selbst. Wenn Du Dir ein neues Ziel setzt oder besonders wenn Du eines gesetzt bekommst, zum Beispiel von einem Vorgesetzten oder der Konkurrenz, und dieses Ziel nicht mit Deinen Gewohnheiten ĂŒbereinstimmt, wirst Du grĂ¶ĂŸere Probleme haben, es zu erreichen. Wer hat nicht schon mit neuen Computerprogrammen gekĂ€mpft, oder in Zeiten wie diesen mit dem Home-Office?

Besonders, wenn Du tĂ€glich sehr retournierte Aufgaben bewĂ€ltigen musst, kaum mit neuen Herausforderungen konfrontiert bist oder in neue Gebiete vordringst, werden Dich neue Ziele aus der Bahn werfen. So könnte Dich Neues schneller ĂŒberfordern oder verunsichern, worunter sowohl Deine berufliche Performance als aus Dein Privatleben leiden können. Ich „ĂŒbe“ immer noch darin, in die „neue Welt“ des Social-Media-Marketings, Video-Aufnahmen und Suchmaschinenoptimierung vorzudringen 😀

Gewohnheiten können Dich aber nicht nur hindern, ein bereits gesetztes Ziel zu erreichen, sondern sie können Dir auch schon bei der Zielsetzung dazwischenfunken. Es ist keinesfalls verwerflich, dass Du Dich von Zeit zu Zeit einfach fĂŒr bequemere oder angenehmere Varianten zur Zielerreichung sehnst, doch bei durchgehendem Einhalten dieser Haltung limitierst Du Dich und Deine Weiterentwicklung.

Du hast bestimmt schon einmal eine Chance nicht ergriffen oder eine Aufgabe nicht angenommen, weil es Dir gerade angenehmer erschien, bei Deinen gewohnten TĂ€tigkeiten zu bleiben. Ich kann Dir nur dazu raten, neue Aufgaben anzunehmen, auch wenn sie NICHT ganz Deinen Kompetenzen entsprechen!

Was Du nicht kannst, kannst Du lernen!

Nimm Herausforderungen an! Auch wenn sie Dir Schnappatmung verschaffen. Denn genau diese Anreize sind es, in keinen Trott durch Gewohnheiten zu verfallen und Dich selbst weiterzuentwickeln. Achte jedoch darauf, dass Du diese Herausforderungen in kleine Teilziele aufsplittest, sodass sich eine gewisse RegelmĂ€ĂŸigkeit ergibt, die Dich nicht ĂŒberfordert oder ausbrennen lĂ€sst, sondern Dir verhilft, zu neuer GrĂ¶ĂŸe heranzuwachsen.

Du wirst sehen, dass Du am Ende des Tages mit dem GefĂŒhl des Schaffens und von innerem Wachstum ins Bett fallen wirst. Und mit jeder gemeisterten Aufgabe wirst Du mehr Selbstsicherheit und SouverĂ€nitĂ€t spĂŒren und diese auch ausstrahlen.

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Zuerst war ich skeptisch, nur dann habe ich die Tipps auch ausprobiert und siehe da: ich konnte meine Arbeiten schneller durchfĂŒhren und war viel weniger abgelenkt WOW! Genial!

Lisa GrabnerSelbstÀndig

Nutzen durch Gewohnheiten

Wie schon erwĂ€hnt, vermitteln uns Gewohnheiten das vertraute GefĂŒhl von Sicherheit. Der Komfort durch StabilitĂ€t beginnt bereits in jungen Jahren: Hast Du schon mal (D)einem Kind ein MĂ€rchen vorgelesen? Es möchte es immer wieder vorgelesen haben, sodass es sogar mitsprechen kann. Diese oftmalige Wiederholung bedeutet auch eine geistige Verschnaufpause. In einer Welt voller Neuigkeiten ist fĂŒr eine Weile alles, in dem Fall das Gehörte, vorhersehbar.

Und spÀter, zum Beispiel im Berufsalltag, geben uns routinierte Handgriffe die Möglichkeit, ebenso entlastet zu werden. Dein Weg in die Arbeit, reine Routine. Dein Start in den Arbeitsalltag, ebenso reine Routine.

Unser Gehirn strebt danach alles zu routinisieren. Du weißt, unser Gehirn ist ein Energiesparmeister.

Routinen entlasten das Gehirn und kosten es somit weniger Kraft. Diese Tatsache ist durchaus ein Vorteil! Stell Dir vor, Du wĂŒrdest ĂŒber alle Dinge, alle VorgĂ€nge immer im gleichen Ausmaß nachdenken mĂŒssen, sei es ĂŒbers Gehen, Essen oder sonstige alltĂ€gliche TĂ€tigkeiten. Dir wĂŒrde mit diesen BanalitĂ€ten kaum noch Energie fĂŒr anderes bleiben.

Durch Routine und Gewohnheiten sparen wir unsere Kraft ein und können sie gezielter und produktiver einsetzen.

Es ist erstaunlich, was man alles lernen kann, wenn man will. Jede Gewohnheit lÀsst sich Àndern.

Salman Rushdie

Was kann ich tun um so unliebsame Gewohnheiten loszuwerden?

Jedes Jahr zu Silvester die gleiche Routine – also auch eine Gewohnheit – es werden die unliebsamen Gewohnheiten in NeujahrsvorsĂ€tze verpackt. Das Rauchen aufhören, die Adventkekse abnehmen, oder sportlich fit ins neue Jahr starten. Nimmst Du auch jedes Jahr unliebsame Gewohnheiten in Angriff und wirfst sie enttĂ€uscht spĂ€testens im Februar wieder ĂŒber Bord?

Warum ist es so schwierig, eingefahrene Gewohnheiten zu Àndern?

1. Bewusstwerdung der Gewohnheit

Bei den NeujahrsvorsĂ€tzen haben wir die erste HĂŒrde schon geschafft, die Bewusstwerdung. Jedoch an wie viele hinderliche Verhaltensmuster hast Du Dich bereits gewöhnt, wo schon eine Gewohnheit entstanden ist, welche Du nicht mehr reflektierst, ob Dir diese schadet oder nicht? Ist es der unbewusste Griff in die Naschlade? Oder vielleicht bist Du ein Typ, der gern viele Sachen gleichzeitig beginnt und wenig abschließt? Oder schiebst Du gerne immer wieder auf?

Einmal richtig verinnerlicht, ist es enorm schwer sich Angewöhntes wieder abzutrainieren, denn “Gewohnheiten sind kleine SĂŒchte“, sagt Wolfram Schultz, Professor fĂŒr Neurowissenschaften an der University of Cambridge.

FĂŒr Wunder muss man beten,
fĂŒr VerĂ€nderung aber arbeiten.

Thomas von Aquin

2. Auslöser entlarven

Eine Gewohnheit ist immer mit einem Auslöser verbunden. Sei es die Stimmung, die Dich aufgrund Frustration zur 400 Gramm Tafel Schokolade greifen lÀsst. Oder Orte, wo Du in Deiner LieblingsbÀckerei automatisch schon die zuckertriefende Zimtschnecke bestellt. Oder Personen, wie Dein Kollege, mit dem Du immer zum Rauchen gehst.

Meist ist es nicht nur ein Reiz, sondern eine ganzer Reihe an Auslöser. Raucher rauchen natĂŒrlich auch wegen des Tabaks, doch ein großer Bestandteil ihrer Sucht ist gebunden an ihr Umfeld: sie rauchen gerne wenn sie trinken, wenn sie ausgehen, mit anderen Rauchern unterwegs sind, etc.

Du siehst, es wird schon diffizieler 🙂

3. Alternative finden

Wie könntest Du Dein ungewĂŒnschtes altes Verhalten in ein alternatives Muster umlenken, das Dir auch noch Spaß macht und auch Sinnhaftigkeit fĂŒr Dich darstellt? Du weißt, Verzicht ist KEIN Faktor, der Dich motiviert!

Ist es der zuckerfreie Kaugummi, der Dich rauchfrei werden lÀsst? Oder ist es die WegÀnderung, die Dich nicht an der BÀckerei vorbeikommen lÀsst? Oder ist es das Telefonieren mit einer Freundin, die Dich vor der 400 Gramm Tafel bewahrt?

4. Eine schlechte Gewohnheit durch eine gute Gewohnheit ersetzen

Du möchtest die tĂ€gliche sinnbefreite Berieselung vor dem Fernseher Ă€ndern? So solltest Du ĂŒberlegen, was Du in der freien Zeit anstellst. Ist es Lesen, das Du als Gewohnheit intallieren möchtest, oder vielleicht wieder Deinem Hobby nachgehen?

Du möchtest nicht mehr so viel Kaffee trinken? Womit könntest Du dies ersetzen UND es bereitet Dir Freude?

5. Belohnung

Wie schon erwĂ€hnt ist Belohnung ein ganz wichtiger Faktor, um auf Erfolgskurs zu bleiben. Schon der russische Mediziner und Psychologe Iwan Pawlow hat im Hundeexperiment erkannt, dass Verhalten auf Reflexen beruhen kann. Wird dieses mit Belohnung verstĂ€rkt, erfolgt schließlich das Verhalten automatisch.

Achte jedoch, dass Du die AbstĂ€nde zwischen den Belohnungen vergrĂ¶ĂŸerst, damit sie nicht zur Gewohnheit und damit nutzlos werden.

6. Hole Dir Hilfe

Warum alleine, wenn Du Dir UnterstĂŒzung holen kannst. Spreche Deine Vorhaben aus. Dies hilft Dir einerseits dranzubleiben – ein sozialer Druck ist oft hilfreich, und Du wirst von Feedbacks und Menschen direkt unterstĂŒtzt. Macht es nicht mehr Spaß, gemeinsam joggen zu gehen? Oder warum glaubst Du, sind Weight Watchers und Lauftreffs erfolgreich? Die Gruppe!

7. Vermeide die Versuchung

Lust auf Schokolade? Habe keine zuhause! Chips? Ebenso! Die Rauchpause? Geh nicht mit! Gerade nach einiger Zeit, wo Du erfolgreich warst, kommen die VerfĂŒhrungen. Das eine StĂŒckchen, oder die eine Zigarette…aber genau DIE sind es. Du willst Dir doch nicht Deinen Erfolg zunichte machen lassen!

8. Disziplin

Ich habe diesen wunderbaren Spruch gehört: „Disziplin ist die BrĂŒcke zwischen den Zielen und ihrer Verwirklichung“ – Jim Rohn.

Da wirkt das Wort „Disziplin“ nicht mehr so streng und mit viel MĂŒhe verbunden. Oder? Sei Dir eins bewusst, wenn Du Gewohnheiten Ă€ndern oder ganz abzulegen möchtest, brauchst Du Zeit und Geduld. Manchmal sehr viel, ĂŒberhaupt, wenn es sich um eingefahrene und unvorteilhafte Gewohnheiten handelt.

Denk immer daran: ES LOHNT SICH!

Gute und vor allem die „richtigen“ Gewohnheiten zu pflegen, ist ein SchlĂŒssel, zu einem zufriedenen, erfolgreichen und glĂŒcklichen Leben.

Wie kann ich mir neue, fĂŒr mich nĂŒtzliche Gewohnheiten antrainieren?

Etwas einfacher als sich eine alte Gewohnheit abzugewöhnen, ist es, eine neue zu etablieren. Du kannst Dich bestimmt erinnern, dass es Dir leicht gefallen ist, Dir Kleinigkeiten, wie sich im Auto anzuschnallen oder beim Verlassen Deiner Wohnung die TĂŒr zuzusperren, anzutrainieren.

Andere Verhaltensmuster können von Dir dafĂŒr deutlich schwieriger aufgenommen werden, wie zum Beispiel regelmĂ€ĂŸig joggen zu gehen. Du denkst, das liegt an Deinem inneren Schweinehund?

Mehr oder weniger hast Du damit auch recht! Denn je aufwendiger eine Handlung ist und je mehr Kraft sie Dich kostet, desto umfangreicher wird der Prozess, indem besagte Handlung zu Deiner Gewohnheit wird.

Die SchlĂŒssel zu diesem Erfolg sind

der Anreiz und daran gekoppelte Belohnung.

Nur so wird es Dir gelingen, ein Verhalten dauerhaft zu etablieren. Am Anfang musst Du vielleicht Deine Bewusstheit etwas schĂ€rfen, indem Du beispielsweise die Sportschuhe schon neben dem Bett bereit legst und Du sobald Du aus dem Bett kriechst schon in die Schuhe „reinstolperst“. (Zur Not mĂŒsstest Du mit den Schuhen schlafen – kleiner Scherz am Rande *g)

Als potentielle Belohnung fĂŒr Deinen Erfolg, könntest Du Dir eine ausgiebige Dusche gönnen oder Dir was Feines bei Deinem LieblingsbĂ€cker gönnen. Wichtig ist, dass die Belohnung UNMITTELBAR auf die gewĂŒnschte Verhaltensweise folgen soll. Du kennst es sicher beim Hund. Kaum hat er „Sitz“ gemacht, muss er innerhalb von 3 Sekunden belohnt werden. Du musst jetzt nicht sooo rasch handeln, aber es sollte nicht in den Abend aufgeschoben werden.

ZusĂ€tzlich motivierend kann die Erstellung eines Planes wirken, der, wie bereits erwĂ€hnt, möglichst aus mehreren kleinen Schritten bestehen sollte. Wenn Du Dir angewöhnen möchtest, regelmĂ€ĂŸig joggen zu gehen, erstelle einen Plan. Hake Dir  jeden abgeschlossenen Lauf ab und vermerke Dir jede Leistungssteigerung. Du wirst sehen, das Abhaken schĂŒttet im Gehirn zusĂ€tzlich Dopamin aus. Ein Blick auf Deinen Plan genĂŒgt, um Dir zu zeigen, wieviel Du schon geschafft hast und Dich somit ausreichend lang zu motivieren.

Menschen, die regelmĂ€ĂŸig joggen gehen, drĂ€ngt es frĂŒher oder spĂ€ter nach draußen, da Du diese Handlung nach einer Zeit als Gewohnheit ĂŒbernommen hast. Auch Leute, die es gewohnt sind, Obst zu essen, gelĂŒstet es nach einiger Zeit quasi automatisch danach.

Ebenso genug Wasser trinken kannst Du Dir angewöhnen, sodass Du automatisch zum Glas greifst. (Du möchtest wissen, warum Wasser trinken fĂŒr unser Gehirn wichtig ist? Lies hier meinen „Wasser trinken“-Blogartikel > )

Wie Du siehst sind Gewohnheiten nichts auf das Du keinen Einfluss hast. Sie entstehen von Zeit zu Zeit möglicherweise ohne Dein Wissen, doch wenn Du Dich ihrer bewusst wirst, kannst Du sie verĂ€ndern oder durch fĂŒr Dich nĂŒtzliche Gewohnheiten ersetzen.

Wer sein Leben verÀndern möchte,
muss zuerst seine Gewohnheiten Àndern.

unbekannt

Wie lange wird es dauern, bis eine Gewohnheit eine Gewohnheit ist?

Diese Frage kann man leider nicht so allgemein beantworten, obwohl ja diverse ZeitrÀume in unseren Köpfen kursieren. Jeder Mensch ist unterschiedlich und somit hast Du andere Gewohnheiten wie ich.

Mythos 21 Tage

Kommt Dir diese Zahl bekannt vor? Du hast sie sicher schon gehört. Diese Zahl stammt aus den 1950er-Jahren. Der amerikanische Schönheitschirurg Maxwell Maltz stellte damals fest, dass seine Patienten durchschnittlich 21 Tage brauchten, um sich an ihr neues oder verÀndertes Aussehen nach einem chirurgischen Eingriff zu gewöhnen.

Dieses PhĂ€nomen haben Berater, Coaches und vor allem pfiffige Buchautoren herangezogen, generalisiert und geschickt vermarktet. Genaubetrachtet ist dies natĂŒrlich ein Unsinn, oder konntest Du schon mal in 3 Wochen eingefahrene Gewohnheiten Ă€ndern? Wohl eher nicht.

Mythos 30 Tage

Da die 21 Tage keine großen Erfolge erzielen konnten, erhöhte man schlichtweg auf 30 Tage. FĂŒhlt sich runder an, ist jedoch genau so falsch.

Fakt ist: die Erfolgschancen stiegen natĂŒrlich nach 30 Tagen, sodass man diesen Zeitraum eher als Start einer neuen automatisierten Verhaltensweise sehen kann.

Du wirst es vielleicht schon selbst aus praktischer Erfahrung festgestellt haben, dass neue Gewohnheiten nach einem Monat leichter von der Hand gehen und sich ein gewisser Automatismus langsam einstellt.

Mythos 66 Tage

2009 wurden Gewohnheiten schließlich wissenschaftlich betrachtet. Diese Zahl stammt aus jener Studie, die Phillippa Lally und ihr Team vom University College London veröffentlichten (Zur Studie >). Diese beleuchtet die Frage: „Wie  Gewohnheiten gebildet werden: Die Entstehung von Gewohnheiten in der Praxis“. Beoachtet wurden 96 Teilnehmer.

Die Probanden mussten eine ihrer Gewohnheiten Ă€ndern und wurden tĂ€glich gefragt, wie automatisch sich das neue Verhalten anfĂŒhlte.

Dabei kam heraus, dass durchschnittlich bei allen Teilnehmern nach 66 Tagen eine routinierte Verhaltensweise erreicht wurde.

Tataaaaa, eine neue Zahl, die sogar noch wissenschaftlich belegt ist, stand im Mittelpunkt. Aber Achtung! 66 Tage im DURCHSCHNITT!

Die Dauer, die die Teilnehmer fĂŒr die VerĂ€nderung brauchten, variierte zwischen 18 und 254 Tagen. Die 66 Tage sind nur ein Mittelwert, der zwar fĂŒr viele Menschen und diverse Gewohnheiten zutrifft, aber eben nicht fĂŒr alle.

Selbsttest: So stark wirken Gewohnheiten

Versuche doch mal Folgendes:

Falte Deine HĂ€nde wie, wenn Du beten wĂŒrdest: verschrĂ€nke die Finger ineinander und die Daumen ĂŒbereinander. OK?

Jetzt öffne die Fingerhaltung und drehe die Hand um einen Finger weiter, sodass der andere Daumen oben liegt! Also nicht nur oben die Daumen vertauschen.

Wie fĂŒhlt sich das fĂŒr Dich an: Ungewohnt? Unangenehm? UnertrĂ€glich?

Die US-Psychologin Dawna Markova hat herausgefunden, dass Menschen allein rund drei Wochen brauchen, um sich an eine solch simple Haltung neu zu gewöhnen. Ha! Hier haben wir wieder die 21 Tage 🙂

Bis dahin wehrt sich unser Gehirn und sendet ununterbrochen Alarmsignale ans Bewusstsein: „Alaaaaaaarm! Hier stimmt was nicht.“

Und das schon bei einer einfachen Handhaltung! Kannst Du Dir nun vorstellen, was passiert, wenn Du Dir lange eingefahrene Gewohnheiten abgewöhnen willst?

In einen der nÀchsten Blog-BeitrÀge werde ich Dir erzÀhlen, welche neuen Gewohnheiten ich in mein Leben integriert habe, welche ich gestoppt habe und welche ich ausgebaut habe.

Aber bleiben wir noch bei Dir! Überlege mal, welche Gewohnheiten fördern Dich? Und welche hindern Dich? Was möchtest Du denn gern verĂ€ndern?

Entscheide Dich fĂŒr eine neue Gewohnheit beispielsweise regelmĂ€ĂŸiges Lesen und Lernen, um Dein Wissen zu vertiefen. Beginne mit kleinen Schritten, umso leichter gelingt es Dir nach einer Weile neue Gewohnheiten zu integrieren. Und denke daran:

„Das, was Du permanent trainierst, das bist Du!“

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