Blog

Die Macht der Gewohnheiten

By September 19, 2020Januar 18th, 2021Keine Kommentare
Gewohnheiten

Dieser Text enthält 2971 Wörter.
Die Lesezeit des Durchschnittslesers (150 WpM) beträgt: 20 Minuten

Du könntest auch den Text in 10 Minuten lesen! Wie?

Wie jeden Morgen l√§utet der Wecker, ich dr√ľcke auf die Snooze-Taste. 1x, 2x, 3x. Mit Schrecken fahre ich hoch, war ich doch nochmal kurz eingeschlafen. Jetzt hei√üt es wieder schnell unter die Dusche springen. W√§hrend ich mich fertig mache, nehme noch hastig ein paar Schluck Kaffee und schon eile ich los zur Arbeit. Wie jeden Tag…

Wie jeden Tag starte ich gleich meinen PC und lese, was es in meinem E-Mail-Postfach Neues gibt. Vielleicht k√∂nnte der Chef was Wichtiges wollen. Puhhh…. 47 neue Nachrichten. Wie jeden Tag…

Pflichtbewusst starte ich mit den wichtigsten Antworten. Wie jeden Tag…

Als kleine Motivation g√∂nne ich mir endlich einen richtigen Morgen-Kaffee und ein kleines Pl√§uschen mit Kollegen. Wie jeden Tag…

Und wie jeden Tag lasse ich mich am Abend nach getaner Arbeit m√ľde auf die Couch fallen, w√§hrend ich durch das Abendprogramm zappe…

Kennst Du auch das ein oder andere Szenario?

So sah fr√ľher mein Tagesablauf aus, bis ich mich mal eintr√§glich mit meinen Gewohnheiten befasst habe. √úberhaupt mit meinen hinderlichen. Nur was sind jetzt Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind angelernte Verhaltensweisen, die wir regelm√§√üig im selben Kontext aus√ľben, ohne l√§nger nachzudenken oder zu reflektieren. Ob Du es bemerkst oder nicht – Gewohnheiten bestimmen und lenken Dein Leben. Manche erleichtern Deinen Alltag, indem sie Dir zum Beispiel Sicherheit geben, doch andere k√∂nnen Dich hemmen und Deinen Horizont beschr√§nken.

„Man bleibt jung, solange man noch lernen,
neue Gewohnheiten annehmen und
Widerspruch ertragen kann.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Was macht eine Gewohnheit zur Gewohnheit?

Gewohnheiten sind antrainierte Routinetätigkeiten, die Dein Gehirn entlasten und somit Energie einsparen. Wusstest Du, dass, wenn Dein Gehirn voll in Aktion ist, verbraucht es 20 Prozent des Energievorrates, obwohl es nur 2 Prozent des Körpergewichts ausmacht? Unser kleiner Schlaumeier ist ein richtiger Energiefresser!

Um Dir ein bestimmtes Verhalten dauerhaft anzutrainieren, reicht es nicht, dieses ein- oder zweimalig auszu√ľben, sondern erst nach mehreren, regelm√§√üigen Wiederholungen hat sich dieses Muster in Deinem Gehirn verankert. Du kannst Dir dies vorstellen, wie wenn Du einen neuen Weg gehst. Je √∂fter Du diesen gehst, umso mehr tritt sich die Spur aus.

Eine Gewohnheit kann etwas Positives sein, dass Dir Sicherheit im Alltag gibt und alltägliche Abläufe vereinfacht. Durch Routine hat Dein Gehirn nach fordernden, neuen Aufgaben die Möglichkeit, sich wieder zu erholen und zu Kräften zu kommen.

Doch dieser Automatismus hat auch seine negativen Seiten: zwar kannst Du allt√§gliche Abl√§ufe schneller meistern, jedoch hinterfragst Du nicht mehr den Grund f√ľr diese schnellere Umsetzung.

Gewohnheiten reflektieren wir kaum, weder vor dem Ausf√ľhren, noch w√§hrenddessen oder danach. Es ist nat√ľrlich nicht notwendig, √ľber jeder Kleinigkeit zu gr√ľbeln, doch in manchen Situationen ist es mehr als vorteilhaft, bewusster an etwas heranzutreten.

Vielleicht hast Du Dir schon die ein oder andere „Erfolgs“-Gewohnheit antrainiert? Doch selbst in diesem Fall kann es Dir einen Vorteil verschaffen, hier und da √ľber die momentane Effektivit√§t nachzudenken und eventuell zu adaptieren.

Wenn Du Deinen Gewohnheiten ausnahmslos, blind treu bleibst, wirst Du einiges verpassen! ūüėČ

Schattenseiten von Gewohnheiten

Denke mal an den Wecker, den Du morgentlich weiterdr√ľckst. Bei dieser stark verankerten Gewohnheit, wird es schwer f√ľr Dich, p√ľnktlich aufzustehen und vielleicht noch eine morgendliche Runde laufen zu gehen. Wenn Gewohnheiten nicht mit Deinen Zielen √ľbereinstimmen, l√§ufst Du Gefahr, durch Deine Muster gehemmt zu werden. Diese Verhaltensmuster hast Du Dir √ľber Jahre hin, meist unwissentlich antrainiert, also ist es nicht verwunderlich, wenn es Dir schwer f√§llt gegen sie zu handeln. So wird die leichteste Bettdecke zum schweren Koloss.

Oder Du kennst es bestimmt: Du bist es gewöhnt, eine berufliche Aufgabe auf eine bestimmte Art zu lösen oder eine Herausforderung immer auf die gleiche Art anzugehen. Warum auch nicht, denkst Du, denn diese Art der Herangehensweise hat sich in der Vergangenheit wahrscheinlich schon bei Dir bewährt.

Was Du bei dieser Ansicht aber au√üer Acht l√§sst, ist die Tatsache, dass es nicht immer nur einen richtigen und einen falschen Weg gibt, an Dinge heranzutreten. M√∂glicherweise hat Dein/e KollegIn, die/der eine √§hnliche Aufgabe ganz anders angeht, eine Variante gefunden, die zeitsparender ist oder ihr/ihm weniger Kraft kostet. Wie Du wei√üt, auch ich habe einen sehr gro√üen Koffer an Techniken, die Dir den Arbeitsalltag erleichtern k√∂nnen ūüėČ

Deine Gewohnheiten k√∂nnten Dich hier hindern, √ľber den Tellerrand hinauszuschauen und so Deine F√§higkeiten und Dein Wohlbefinden zu optimieren. Nicht nur in solchen Situationen wirst Du mit Dingen konfrontiert, die mit Deinen antrainierten Verhaltensmustern kollidieren k√∂nnen.

Gewohnheiten k√∂nnen nicht nur mit dem Erreichen eines Ziels zusammensto√üen, sondern auch mit dem Ziel selbst. Wenn Du Dir ein neues Ziel setzt oder besonders wenn Du eines gesetzt bekommst, zum Beispiel von einem Vorgesetzten oder der Konkurrenz, und dieses Ziel nicht mit Deinen Gewohnheiten √ľbereinstimmt, wirst Du gr√∂√üere Probleme haben, es zu erreichen. Wer hat nicht schon mit neuen Computerprogrammen gek√§mpft, oder in Zeiten wie diesen mit dem Home-Office?

Besonders, wenn Du t√§glich sehr retournierte Aufgaben bew√§ltigen musst, kaum mit neuen Herausforderungen konfrontiert bist oder in neue Gebiete vordringst, werden Dich neue Ziele aus der Bahn werfen. So k√∂nnte Dich Neues schneller √ľberfordern oder verunsichern, worunter sowohl Deine berufliche Performance als aus Dein Privatleben leiden k√∂nnen. Ich „√ľbe“ immer noch darin, in die „neue Welt“ des Social-Media-Marketings, Video-Aufnahmen und Suchmaschinenoptimierung vorzudringen ūüėÄ

Gewohnheiten k√∂nnen Dich aber nicht nur hindern, ein bereits gesetztes Ziel zu erreichen, sondern sie k√∂nnen Dir auch schon bei der Zielsetzung dazwischenfunken. Es ist keinesfalls verwerflich, dass Du Dich von Zeit zu Zeit einfach f√ľr bequemere oder angenehmere Varianten zur Zielerreichung sehnst, doch bei durchgehendem Einhalten dieser Haltung limitierst Du Dich und Deine Weiterentwicklung.

Du hast bestimmt schon einmal eine Chance nicht ergriffen oder eine Aufgabe nicht angenommen, weil es Dir gerade angenehmer erschien, bei Deinen gewohnten Tätigkeiten zu bleiben. Ich kann Dir nur dazu raten, neue Aufgaben anzunehmen, auch wenn sie NICHT ganz Deinen Kompetenzen entsprechen!

Was Du nicht kannst, kannst Du lernen!

Nimm Herausforderungen an! Auch wenn sie Dir Schnappatmung verschaffen. Denn genau diese Anreize sind es, in keinen Trott durch Gewohnheiten zu verfallen und Dich selbst weiterzuentwickeln. Achte jedoch darauf, dass Du diese Herausforderungen in kleine Teilziele aufsplittest, sodass sich eine gewisse Regelm√§√üigkeit ergibt, die Dich nicht √ľberfordert oder ausbrennen l√§sst, sondern Dir verhilft, zu neuer Gr√∂√üe heranzuwachsen.

Du wirst sehen, dass Du am Ende des Tages mit dem Gef√ľhl des Schaffens und von innerem Wachstum ins Bett fallen wirst. Und mit jeder gemeisterten Aufgabe wirst Du mehr Selbstsicherheit und Souver√§nit√§t sp√ľren und diese auch ausstrahlen.

Gratis Download

DIE 10 ST√ĄRKSTEN TIPPS F√úR DEINE KONZENTRATION

Konzentration ist eine der wichtigsten Voraussetzung f√ľr ein gutes Ged√§chtnis!

  • Durch dieses Gratis-E-Book wirst Du sofort konzentriert arbeiten, erbringst¬† H√∂chstleistungen und produzierst greifbare Ergebnisse.
  • Erfahre die Strategien, mit denen Du in k√ľrzester Zeit komplexe Aufgaben l√∂st, konzentriert Deine Unterlagen liest und zielgerichtete Aufmerksamkeit erlangst.
  • Du kannst leichter, schneller und einfacher erfolgreich sein, als Du es Dir jemals ertr√§umt hast.
JETZT KOSTENLOS DOWNLOADEN

Zuerst war ich skeptisch, nur dann habe ich die Tipps auch ausprobiert und siehe da: ich konnte meine Arbeiten schneller durchf√ľhren und war viel weniger abgelenkt WOW! Genial!

Lisa GrabnerSelbständig

Nutzen durch Gewohnheiten

Wie schon erw√§hnt, vermitteln uns Gewohnheiten das vertraute Gef√ľhl von Sicherheit. Der Komfort durch Stabilit√§t beginnt bereits in jungen Jahren: Hast Du schon mal (D)einem Kind ein M√§rchen vorgelesen? Es m√∂chte es immer wieder vorgelesen haben, sodass es sogar mitsprechen kann. Diese oftmalige Wiederholung bedeutet auch eine geistige Verschnaufpause. In einer Welt voller Neuigkeiten ist f√ľr eine Weile alles, in dem Fall das Geh√∂rte, vorhersehbar.

Und später, zum Beispiel im Berufsalltag, geben uns routinierte Handgriffe die Möglichkeit, ebenso entlastet zu werden. Dein Weg in die Arbeit, reine Routine. Dein Start in den Arbeitsalltag, ebenso reine Routine.

Unser Gehirn strebt danach alles zu routinisieren. Du weißt, unser Gehirn ist ein Energiesparmeister.

Routinen entlasten das Gehirn und kosten es somit weniger Kraft. Diese Tatsache ist durchaus ein Vorteil! Stell Dir vor, Du w√ľrdest √ľber alle Dinge, alle Vorg√§nge immer im gleichen Ausma√ü nachdenken m√ľssen, sei es √ľbers Gehen, Essen oder sonstige allt√§gliche T√§tigkeiten. Dir w√ľrde mit diesen Banalit√§ten kaum noch Energie f√ľr anderes bleiben.

Durch Routine und Gewohnheiten sparen wir unsere Kraft ein und können sie gezielter und produktiver einsetzen.

Es ist erstaunlich, was man alles lernen kann, wenn man will. Jede Gewohnheit lässt sich ändern.

Salman Rushdie

Was kann ich tun um so unliebsame Gewohnheiten loszuwerden?

Jedes Jahr zu Silvester die gleiche Routine – also auch eine Gewohnheit – es werden die unliebsamen Gewohnheiten in Neujahrsvors√§tze verpackt. Das Rauchen aufh√∂ren, die Adventkekse abnehmen, oder sportlich fit ins neue Jahr starten. Nimmst Du auch jedes Jahr unliebsame Gewohnheiten in Angriff und wirfst sie entt√§uscht sp√§testens im Februar wieder √ľber Bord?

Warum ist es so schwierig, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern?

1. Bewusstwerdung der Gewohnheit

Bei den Neujahrsvors√§tzen haben wir die erste H√ľrde schon geschafft, die Bewusstwerdung. Jedoch an wie viele hinderliche Verhaltensmuster hast Du Dich bereits gew√∂hnt, wo schon eine Gewohnheit entstanden ist, welche Du nicht mehr reflektierst, ob Dir diese schadet oder nicht? Ist es der unbewusste Griff in die Naschlade? Oder vielleicht bist Du ein Typ, der gern viele Sachen gleichzeitig beginnt und wenig abschlie√üt? Oder schiebst Du gerne immer wieder auf?

Einmal richtig verinnerlicht, ist es enorm schwer sich Angew√∂hntes wieder abzutrainieren, denn ‚ÄúGewohnheiten sind kleine S√ľchte“, sagt Wolfram Schultz, Professor f√ľr Neurowissenschaften an der University of Cambridge.

F√ľr Wunder muss man beten,
f√ľr Ver√§nderung aber arbeiten.

Thomas von Aquin

2. Auslöser entlarven

Eine Gewohnheit ist immer mit einem Auslöser verbunden. Sei es die Stimmung, die Dich aufgrund Frustration zur 400 Gramm Tafel Schokolade greifen lässt. Oder Orte, wo Du in Deiner Lieblingsbäckerei automatisch schon die zuckertriefende Zimtschnecke bestellt. Oder Personen, wie Dein Kollege, mit dem Du immer zum Rauchen gehst.

Meist ist es nicht nur ein Reiz, sondern eine ganzer Reihe an Ausl√∂ser. Raucher rauchen nat√ľrlich auch wegen des Tabaks, doch ein gro√üer Bestandteil ihrer Sucht ist gebunden an ihr Umfeld: sie rauchen gerne wenn sie trinken, wenn sie ausgehen, mit anderen Rauchern unterwegs sind, etc.

Du siehst, es wird schon diffizieler ūüôā

3. Alternative finden

Wie k√∂nntest Du Dein ungew√ľnschtes altes Verhalten in ein alternatives Muster umlenken, das Dir auch noch Spa√ü macht und auch Sinnhaftigkeit f√ľr Dich darstellt? Du wei√üt, Verzicht ist KEIN Faktor, der Dich motiviert!

Ist es der zuckerfreie Kaugummi, der Dich rauchfrei werden lässt? Oder ist es die Wegänderung, die Dich nicht an der Bäckerei vorbeikommen lässt? Oder ist es das Telefonieren mit einer Freundin, die Dich vor der 400 Gramm Tafel bewahrt?

4. Eine schlechte Gewohnheit durch eine gute Gewohnheit ersetzen

Du m√∂chtest die t√§gliche sinnbefreite Berieselung vor dem Fernseher √§ndern? So solltest Du √ľberlegen, was Du in der freien Zeit anstellst. Ist es Lesen, das Du als Gewohnheit intallieren m√∂chtest, oder vielleicht wieder Deinem Hobby nachgehen?

Du möchtest nicht mehr so viel Kaffee trinken? Womit könntest Du dies ersetzen UND es bereitet Dir Freude?

5. Belohnung

Wie schon erwähnt ist Belohnung ein ganz wichtiger Faktor, um auf Erfolgskurs zu bleiben. Schon der russische Mediziner und Psychologe Iwan Pawlow hat im Hundeexperiment erkannt, dass Verhalten auf Reflexen beruhen kann. Wird dieses mit Belohnung verstärkt, erfolgt schließlich das Verhalten automatisch.

Achte jedoch, dass Du die Abstände zwischen den Belohnungen vergrößerst, damit sie nicht zur Gewohnheit und damit nutzlos werden.

6. Hole Dir Hilfe

Warum alleine, wenn Du Dir Unterst√ľzung holen kannst. Spreche Deine Vorhaben aus. Dies hilft Dir einerseits dranzubleiben – ein sozialer Druck ist oft hilfreich, und Du wirst von Feedbacks und Menschen direkt unterst√ľtzt. Macht es nicht mehr Spa√ü, gemeinsam joggen zu gehen? Oder warum glaubst Du, sind Weight Watchers und Lauftreffs erfolgreich? Die Gruppe!

7. Vermeide die Versuchung

Lust auf Schokolade? Habe keine zuhause! Chips? Ebenso! Die Rauchpause? Geh nicht mit! Gerade nach einiger Zeit, wo Du erfolgreich warst, kommen die Verf√ľhrungen. Das eine St√ľckchen, oder die eine Zigarette…aber genau DIE sind es. Du willst Dir doch nicht Deinen Erfolg zunichte machen lassen!

8. Disziplin

Ich habe diesen wunderbaren Spruch geh√∂rt: „Disziplin ist die Br√ľcke zwischen den Zielen und ihrer Verwirklichung“ – Jim Rohn.

Da wirkt das Wort „Disziplin“ nicht mehr so streng und mit viel M√ľhe verbunden. Oder? Sei Dir eins bewusst, wenn Du Gewohnheiten √§ndern oder ganz abzulegen m√∂chtest, brauchst Du Zeit und Geduld. Manchmal sehr viel, √ľberhaupt, wenn es sich um eingefahrene und unvorteilhafte Gewohnheiten handelt.

Denk immer daran: ES LOHNT SICH!

Gute und vor allem die ‚Äěrichtigen‚Äú Gewohnheiten zu pflegen, ist ein Schl√ľssel, zu einem zufriedenen, erfolgreichen und gl√ľcklichen Leben.

Wie kann ich mir neue, f√ľr mich n√ľtzliche Gewohnheiten antrainieren?

Etwas einfacher als sich eine alte Gewohnheit abzugew√∂hnen, ist es, eine neue zu etablieren. Du kannst Dich bestimmt erinnern, dass es Dir leicht gefallen ist, Dir Kleinigkeiten, wie sich im Auto anzuschnallen oder beim Verlassen Deiner Wohnung die T√ľr zuzusperren, anzutrainieren.

Andere Verhaltensmuster k√∂nnen von Dir daf√ľr deutlich schwieriger aufgenommen werden, wie zum Beispiel regelm√§√üig joggen zu gehen. Du denkst, das liegt an Deinem inneren Schweinehund?

Mehr oder weniger hast Du damit auch recht! Denn je aufwendiger eine Handlung ist und je mehr Kraft sie Dich kostet, desto umfangreicher wird der Prozess, indem besagte Handlung zu Deiner Gewohnheit wird.

Die Schl√ľssel zu diesem Erfolg sind

der Anreiz und daran gekoppelte Belohnung.

Nur so wird es Dir gelingen, ein Verhalten dauerhaft zu etablieren. Am Anfang musst Du vielleicht Deine Bewusstheit etwas sch√§rfen, indem Du beispielsweise die Sportschuhe schon neben dem Bett bereit legst und Du sobald Du aus dem Bett kriechst schon in die Schuhe „reinstolperst“. (Zur Not m√ľsstest Du mit den Schuhen schlafen – kleiner Scherz am Rande *g)

Als potentielle Belohnung f√ľr Deinen Erfolg, k√∂nntest Du Dir eine ausgiebige Dusche g√∂nnen oder Dir was Feines bei Deinem Lieblingsb√§cker g√∂nnen. Wichtig ist, dass die Belohnung UNMITTELBAR auf die gew√ľnschte Verhaltensweise folgen soll. Du kennst es sicher beim Hund. Kaum hat er „Sitz“ gemacht, muss er innerhalb von 3 Sekunden belohnt werden. Du musst jetzt nicht sooo rasch handeln, aber es sollte nicht in den Abend aufgeschoben werden.

Zus√§tzlich motivierend kann die Erstellung eines Planes wirken, der, wie bereits erw√§hnt, m√∂glichst aus mehreren kleinen Schritten bestehen sollte. Wenn Du Dir angew√∂hnen m√∂chtest, regelm√§√üig joggen zu gehen, erstelle einen Plan. Hake Dir¬† jeden abgeschlossenen Lauf ab und vermerke Dir jede Leistungssteigerung. Du wirst sehen, das Abhaken sch√ľttet im Gehirn zus√§tzlich Dopamin aus. Ein Blick auf Deinen Plan gen√ľgt, um Dir zu zeigen, wieviel Du schon geschafft hast und Dich somit ausreichend lang zu motivieren.

Menschen, die regelm√§√üig joggen gehen, dr√§ngt es fr√ľher oder sp√§ter nach drau√üen, da Du diese Handlung nach einer Zeit als Gewohnheit √ľbernommen hast. Auch Leute, die es gewohnt sind, Obst zu essen, gel√ľstet es nach einiger Zeit quasi automatisch danach.

Ebenso genug Wasser trinken kannst Du Dir angew√∂hnen, sodass Du automatisch zum Glas greifst. (Du m√∂chtest wissen, warum Wasser trinken f√ľr unser Gehirn wichtig ist? Lies hier meinen „Wasser trinken“-Blogartikel > )

Wie Du siehst sind Gewohnheiten nichts auf das Du keinen Einfluss hast. Sie entstehen von Zeit zu Zeit m√∂glicherweise ohne Dein Wissen, doch wenn Du Dich ihrer bewusst wirst, kannst Du sie ver√§ndern oder durch f√ľr Dich n√ľtzliche Gewohnheiten ersetzen.

Wer sein Leben verändern möchte,
muss zuerst seine Gewohnheiten ändern.

unbekannt

Wie lange wird es dauern, bis eine Gewohnheit eine Gewohnheit ist?

Diese Frage kann man leider nicht so allgemein beantworten, obwohl ja diverse Zeiträume in unseren Köpfen kursieren. Jeder Mensch ist unterschiedlich und somit hast Du andere Gewohnheiten wie ich.

Mythos 21 Tage

Kommt Dir diese Zahl bekannt vor? Du hast sie sicher schon gehört. Diese Zahl stammt aus den 1950er-Jahren. Der amerikanische Schönheitschirurg Maxwell Maltz stellte damals fest, dass seine Patienten durchschnittlich 21 Tage brauchten, um sich an ihr neues oder verändertes Aussehen nach einem chirurgischen Eingriff zu gewöhnen.

Dieses Ph√§nomen haben Berater, Coaches und vor allem pfiffige Buchautoren herangezogen, generalisiert und geschickt vermarktet. Genaubetrachtet ist dies nat√ľrlich ein Unsinn, oder konntest Du schon mal in 3 Wochen eingefahrene Gewohnheiten √§ndern? Wohl eher nicht.

Mythos 30 Tage

Da die 21 Tage keine gro√üen Erfolge erzielen konnten, erh√∂hte man schlichtweg auf 30 Tage. F√ľhlt sich runder an, ist jedoch genau so falsch.

Fakt ist: die Erfolgschancen stiegen nat√ľrlich nach 30 Tagen, sodass man diesen Zeitraum eher als Start einer neuen automatisierten Verhaltensweise sehen kann.

Du wirst es vielleicht schon selbst aus praktischer Erfahrung festgestellt haben, dass neue Gewohnheiten nach einem Monat leichter von der Hand gehen und sich ein gewisser Automatismus langsam einstellt.

Mythos 66 Tage

2009 wurden Gewohnheiten schlie√ülich wissenschaftlich betrachtet. Diese Zahl stammt aus jener Studie, die Phillippa Lally und ihr Team vom University College London ver√∂ffentlichten (Zur Studie >). Diese beleuchtet die Frage: „Wie¬† Gewohnheiten gebildet werden: Die Entstehung von Gewohnheiten in der Praxis“. Beoachtet wurden 96 Teilnehmer.

Die Probanden mussten eine ihrer Gewohnheiten √§ndern und wurden t√§glich gefragt, wie automatisch sich das neue Verhalten anf√ľhlte.

Dabei kam heraus, dass durchschnittlich bei allen Teilnehmern nach 66 Tagen eine routinierte Verhaltensweise erreicht wurde.

Tataaaaa, eine neue Zahl, die sogar noch wissenschaftlich belegt ist, stand im Mittelpunkt. Aber Achtung! 66 Tage im DURCHSCHNITT!

Die Dauer, die die Teilnehmer f√ľr die Ver√§nderung brauchten, variierte zwischen 18 und 254 Tagen. Die 66 Tage sind nur ein Mittelwert, der zwar f√ľr viele Menschen und diverse Gewohnheiten zutrifft, aber eben nicht f√ľr alle.

Selbsttest: So stark wirken Gewohnheiten

Versuche doch mal Folgendes:

Falte Deine H√§nde wie, wenn Du beten w√ľrdest: verschr√§nke die Finger ineinander und die Daumen √ľbereinander. OK?

Jetzt öffne die Fingerhaltung und drehe die Hand um einen Finger weiter, sodass der andere Daumen oben liegt! Also nicht nur oben die Daumen vertauschen.

Wie f√ľhlt sich das f√ľr Dich an: Ungewohnt? Unangenehm? Unertr√§glich?

Die US-Psychologin Dawna Markova hat herausgefunden, dass Menschen allein rund drei Wochen brauchen, um sich an eine solch simple Haltung neu zu gew√∂hnen. Ha! Hier haben wir wieder die 21 Tage ūüôā

Bis dahin wehrt sich unser Gehirn und sendet ununterbrochen Alarmsignale ans Bewusstsein: ‚ÄěAlaaaaaaarm! Hier stimmt was nicht.‚Äú

Und das schon bei einer einfachen Handhaltung! Kannst Du Dir nun vorstellen, was passiert, wenn Du Dir lange eingefahrene Gewohnheiten abgewöhnen willst?

In einen der nächsten Blog-Beiträge werde ich Dir erzählen, welche neuen Gewohnheiten ich in mein Leben integriert habe, welche ich gestoppt habe und welche ich ausgebaut habe.

Aber bleiben wir noch bei Dir! Überlege mal, welche Gewohnheiten fördern Dich? Und welche hindern Dich? Was möchtest Du denn gern verändern?

Entscheide Dich f√ľr eine neue Gewohnheit beispielsweise regelm√§√üiges Lesen und Lernen, um Dein Wissen zu vertiefen. Beginne mit kleinen Schritten, umso leichter gelingt es Dir nach einer Weile neue Gewohnheiten zu integrieren. Und denke daran:

„Das, was Du permanent trainierst, das bist Du!“

PS: Der Artikel hat Dir gefallen? Teile den Artikel mit anderen Menschen und melde Dich unbedingt f√ľr den Brainbooster-Blog an, damit Du auch in Zukunft keinen Artikel vers√§umst.

Der Brainbooster-Blog

Regelm√§√üig Tipps f√ľr mehr kognitiven und mentalen Erfolg erhalten

Dies könnte Dir auch gefallen:

Erhalte meine 10 besten Fokustipps!

Trage dich in meinen EXPERTLETTER ein und erhalte meine 10 besten Fokustipps kostenlos!

Ich akzeptiere die AGBs und die Datenschutzbestimmungen.

You have Successfully Subscribed!

Melde Dich JETZT an!

Melde Dich jetzt zu meinem Webinar "Boost Your Brain" an!



 Ich akzeptiere die AGBs und die Datenschutzbestimmungen von Petra M. Binder.

You have Successfully Subscribed!

Melde Dich JETZT an!

Melde Dich jetzt zum "FREE Speed-Reading ONLINE-SEMINAR" an!



Ich akzeptiere die AGBs und die Datenschutzbestimmungen.

You have Successfully Subscribed!

Melde Dich JETZT an!

Melde Dich jetzt zum "BRAINBREAKFAST" an!



Ich akzeptiere die AGBs und die Datenschutzbestimmungen.

You have Successfully Subscribed!

Melde Dich JETZT an!

Melde Dich jetzt zur 5 Tages-Challenge "FOCUS" an!



Ich akzeptiere die AGBs und die Datenschutzbestimmungen.

You have Successfully Subscribed!